Reflexions-Partner / Entscheidungs-Journal
Annahmen prüfen und die Entscheidung nachlesbar festhalten
So funktioniert dieser Skill
- Angaben eintragenModus, Entscheidung, Optionen, Annahmen und Frist oben ausfüllen
- Modus und Lage klärenKontext, Optionen und Betroffene aus den Angaben zusammenziehen
- Annahmen gegenprüfenDie Annahmen umdrehen und die Verzerrung benennen, die sie hält
- Wissenslücken sortierenTrennen, was du wissen musst, von dem, was nur nett wäre
- Eintrag zusammenstellenKriterien, Bauchgefühl, Empfehlung und Review-Termin festhalten
- Fertiger Journal-Eintrag300–600 Wörter, gegliedert und mit Review-Termin
- Ablegen und Termin setzenEintrag speichern und das Review-Datum in den Kalender tragen
Prompt zum Kopieren
Trag deine Angaben ein oder klick auf einen Namen im Text. Alles bleibt in deinem Browser — wir sehen und speichern es nicht.
Was der Skill genau macht
Die meisten Entscheidungen verschwinden in dem Moment, in dem sie gefallen sind. Was man damals angenommen hat, was man erwartet hat, wie sicher man sich war — das steht nirgends. Ein halbes Jahr später weiß niemand mehr, ob die Entscheidung gut war oder nur gut ausgegangen ist.
Der Skill arbeitet in drei Modi. „Entscheidung vorbereiten“ nimmt deine Optionen und deine bisherigen Überlegungen und macht daraus einen Eintrag mit Kontext, offengelegten Annahmen, einem Gegen-Check zu jeder einzelnen, den fehlenden Informationen, Erfolgskriterien und einer Empfehlung mit Begründung. „Entscheidung reflektieren“ trennt die emotionale von der rationalen Ebene, wenn die Sache schon entschieden ist. „Rückblick“ stellt die alten Annahmen neben das, was wirklich eingetreten ist.
Der Gegen-Check ist die eigentliche Arbeit: Zu jeder Annahme steht da, was passiert, wenn sie nicht stimmt — und welche Verzerrung dich gerade festhält, vom Ankereffekt bis zum Bestätigungsfehler. Jeder Eintrag bekommt ein Review-Datum, und nach zehn oder zwanzig Einträgen sieht man das Muster hinter den eigenen Entscheidungen.
Gedacht für Führungskräfte, Gründerinnen und alle, die regelmäßig unter Unsicherheit entscheiden. Er nimmt dir die Entscheidung nicht ab — er sorgt dafür, dass du sie später nachlesen kannst.
So arbeitest du damit
- Angaben oben ausfüllen und Prompt kopieren —deine Angaben setzen sich beim Kopieren mit ein. Den Prompt selbst kannst du dabei frei ändern — kürzen, ergänzen, umschreiben.
- In dein Tool der Wahl einsetzen.
- Kopiere den Skill-Text oben über den Kopieren-Button.
- Klicke auf dein Profilbild und wähle „Skills“.
- Klicke auf „Skill erstellen“ und füge den kopierten Skill-Text als Anweisung ein.
- Passe bei Bedarf Eingaben, Ausgaben und das gewünschte Format an.
- Speichere den Skill — er ist sofort in allen Chats verfügbar.
- Den Gegen-Check zuerst lesen: Dort steht, was passiert, wenn deine Annahme nicht stimmt. Lässt dich eine Gegenannahme kalt, war sie keine Annahme, sondern eine Tatsache — dann streich sie aus dem Eintrag.
- Die fehlenden Informationen durchgehen: Aufschieben lohnt sich nur für das, was ohne Antwort wirklich nicht zu entscheiden ist. Alles andere ist ein Grund, jetzt zu entscheiden.
- Die Zielwerte jetzt eintragen: Die Erfolgskriterien kommen als Vorschlag. Ohne konkrete Zahlen daneben misst der Rückblick später nichts, und dann liest sich jedes Ergebnis wie ein Erfolg.
- Den Eintrag dort ablegen, wo du ihn wiederfindest: Eine Seite je Entscheidung, alle im selben Ordner. Ein Journal, das an drei Orten liegt, wird nie zurückgelesen.
- Das Review-Datum in den Kalender setzen: Der Eintrag nennt es, aber nur ein Termin holt dich dorthin zurück. Ohne ihn ist das Journal ein Archiv statt einer Lernschleife.
- Am Review-Tag den Rückblick-Modus nehmen: Dieselbe Frage, Modus Rückblick — dann steht neben jeder alten Annahme, was wirklich eingetreten ist.
- Nach zehn Einträgen die Muster suchen: Welche Verzerrung taucht immer wieder auf, welche Art von Entscheidung schiebst du regelmäßig zu lange vor dir her.
- Wenn es hakt: Empfehlung klingt beliebig (Erfolgskriterien mit Zielwerten hinterlegen), Gegen-Check bleibt an der Oberfläche (bisherige Überlegungen ausführlicher eintragen), Rückblick fällt dünn aus (erwartete Ergebnisse schon im ersten Eintrag messbar formulieren).
- Ausbauen: Ein fester Termin am Monatsende für alle fälligen Rückblicke, ein zweites Paar Augen auf den Gegen-Check, eine Liste der Verzerrungen, die bei dir wiederkehren.