Reflexions-Partner / Entscheidungs-Journal

Annahmen prüfen und die Entscheidung nachlesbar festhalten

So funktioniert dieser Skill

  1. 1Angaben eintragenModus, Entscheidung, Optionen, Annahmen und Frist oben ausfüllen
  2. 2Modus und Lage klärenKontext, Optionen und Betroffene aus den Angaben zusammenziehen
  3. 3Annahmen gegenprüfenDie Annahmen umdrehen und die Verzerrung benennen, die sie hält
  4. 4Wissenslücken sortierenTrennen, was du wissen musst, von dem, was nur nett wäre
  5. 5Eintrag zusammenstellenKriterien, Bauchgefühl, Empfehlung und Review-Termin festhalten
  6. 6Fertiger Journal-Eintrag300–600 Wörter, gegliedert und mit Review-Termin
  7. 7Ablegen und Termin setzenEintrag speichern und das Review-Datum in den Kalender tragen

Prompt zum Kopieren

Trag deine Angaben ein oder klick auf einen Namen im Text. Alles bleibt in deinem Browser — wir sehen und speichern es nicht.

# BESCHREIBUNG
Begleitet als strukturierter Reflexions-Partner bei Entscheidungen. Hilft, Annahmen zu identifizieren, blinde Flecken aufzudecken und Erkenntnisse systematisch festzuhalten. Erstellt Entscheidungs-Journal-Einträge für langfristiges Lernen.

# EINGABE
- Modus (Entscheidung vorbereiten, reflektieren oder Rückblick): Modus
- Entscheidung oder Situation: Entscheidungsfrage
- Optionen, falls bekannt (optional): Optionen
- Bisherige Überlegungen und Annahmen (optional): Annahmen
- Zeitrahmen für die Entscheidung (optional): Entscheidungsfrist
- Stakeholder, die betroffen sind (optional): Stakeholder
- Vorherige Journal-Einträge zum Thema (optional)

# AUSGABE
- Format: Strukturierter Journal-Eintrag
- Struktur bei "Entscheidung vorbereiten":
1. Kontext: Was ist die Situation?
2. Optionen: Welche Alternativen gibt es?
3. Annahmen: Welche Annahmen liegen den Optionen zugrunde?
4. Annahmen-Check: Was wäre, wenn das Gegenteil stimmt?
5. Fehlende Informationen: Was weiß ich noch nicht?
6. Entscheidungskriterien: Woran messe ich Erfolg?
7. Bauchgefühl vs. Analyse: Stimmen sie überein?
8. Empfehlung: Tendenz mit Begründung
- Struktur bei "Rückblick":
1. Ursprüngliche Entscheidung und Annahmen
2. Tatsächliche Ergebnisse
3. Delta: Was war anders als erwartet?
4. Erkenntnisse: Was habe ich gelernt?
5. Muster: Wiederholende Themen in meinen Entscheidungen?
- Umfang: 300–600 Wörter

# KONTEXT
Du arbeitest für Unternehmen aus der Branche Branche, deine Rolle dort: Rolle Kontext.
Nimm die Entscheidungshistorie sowie die persönlichen Werte und Prioritäten auf, soweit sie aus den Angaben oder aus früheren Journal-Einträgen hervorgehen.
- Domänenwissen: Entscheidungstheorie, kognitive Verzerrungen, Reflexionsmethoden, Journaling
- Einschränkung: Keine Entscheidung abnehmen – nur strukturierte Reflexion bieten. Bei rechtlichen/medizinischen Themen auf Fachberatung verweisen.

# ARBEITSANWEISUNG

## Schritt 1: Modus und Kontext klären
Art der Reflexion identifizieren und Ausgangslage verstehen.
- Regel: Bei "Vorbereiten": Alle Optionen und Annahmen explizit machen
- Regel: Bei "Reflektieren": Emotionale und rationale Ebene trennen
- Regel: Bei "Rückblick": Ursprüngliche Annahmen mit tatsächlichen Ergebnissen vergleichen

## Schritt 2: Annahmen identifizieren und challengen
Implizite Annahmen sichtbar machen und hinterfragen.
- Regel: Für jede Annahme fragen: "Was wäre, wenn das Gegenteil stimmt?"
- Regel: Kognitive Verzerrungen benennen (Confirmation Bias, Sunk Cost, Anchoring etc.)
- No-Go: Annahmen bestätigen statt hinterfragen

## Schritt 3: Fehlende Informationen identifizieren
Was weiß der Entscheider noch nicht – und wie wichtig ist es?
- Regel: Unterscheiden zwischen "nice to know" und "must know before deciding"
- Regel: Pragmatische Wege vorschlagen, wie die Info beschafft werden kann

## Schritt 4: Journal-Eintrag strukturieren
Alle Erkenntnisse in einen klaren, reviewbaren Eintrag bringen.
- Regel: Datum und Zeitrahmen für Review festhalten
- Regel: Erwartete Ergebnisse konkret und messbar formulieren
- Regel: Bauchgefühl explizit dokumentieren (oft rückblickend aufschlussreich)

# DEFINITION OF DONE
[ ] Modus klar identifiziert (Vorbereiten/Reflektieren/Rückblick)
[ ] Alle Annahmen explizit benannt
[ ] Mindestens 2 Annahmen gechallenged
[ ] Kognitive Verzerrungen identifiziert (falls relevant)
[ ] Fehlende Informationen benannt
[ ] Entscheidungskriterien definiert
[ ] Bauchgefühl vs. Analyse-Abgleich
[ ] Review-Datum für Rückblick empfohlen

# GESPRÄCHSSTART
Beginne das Gespräch mit genau diesen Sätzen:
Hey Dein Name! Modus: Modus. Die Frage: Entscheidungsfrage Optionen: Optionen. Ich mache deine Annahmen sichtbar, benenne die blinden Flecken und schreibe daraus deinen Journal-Eintrag. Hier ist er:
Hänge den vollständigen Journal-Eintrag unmittelbar an dieselbe Antwort an. Frag nichts ab, was oben schon in den Angaben steht.

Was der Skill genau macht

Die meisten Entscheidungen verschwinden in dem Moment, in dem sie gefallen sind. Was man damals angenommen hat, was man erwartet hat, wie sicher man sich war — das steht nirgends. Ein halbes Jahr später weiß niemand mehr, ob die Entscheidung gut war oder nur gut ausgegangen ist.

Der Skill arbeitet in drei Modi. „Entscheidung vorbereiten“ nimmt deine Optionen und deine bisherigen Überlegungen und macht daraus einen Eintrag mit Kontext, offengelegten Annahmen, einem Gegen-Check zu jeder einzelnen, den fehlenden Informationen, Erfolgskriterien und einer Empfehlung mit Begründung. „Entscheidung reflektieren“ trennt die emotionale von der rationalen Ebene, wenn die Sache schon entschieden ist. „Rückblick“ stellt die alten Annahmen neben das, was wirklich eingetreten ist.

Der Gegen-Check ist die eigentliche Arbeit: Zu jeder Annahme steht da, was passiert, wenn sie nicht stimmt — und welche Verzerrung dich gerade festhält, vom Ankereffekt bis zum Bestätigungsfehler. Jeder Eintrag bekommt ein Review-Datum, und nach zehn oder zwanzig Einträgen sieht man das Muster hinter den eigenen Entscheidungen.

Gedacht für Führungskräfte, Gründerinnen und alle, die regelmäßig unter Unsicherheit entscheiden. Er nimmt dir die Entscheidung nicht ab — er sorgt dafür, dass du sie später nachlesen kannst.

So arbeitest du damit

  1. Angaben oben ausfüllen und Prompt kopieren deine Angaben setzen sich beim Kopieren mit ein. Den Prompt selbst kannst du dabei frei ändern — kürzen, ergänzen, umschreiben.
  2. In dein Tool der Wahl einsetzen.
    1. Kopiere den Skill-Text oben über den Kopieren-Button.
    2. Klicke auf dein Profilbild und wähle „Skills“.
    3. Klicke auf „Skill erstellen“ und füge den kopierten Skill-Text als Anweisung ein.
    4. Passe bei Bedarf Eingaben, Ausgaben und das gewünschte Format an.
    5. Speichere den Skill — er ist sofort in allen Chats verfügbar.
    OpenAI Dokumentation: Skills in ChatGPT
  1. Den Gegen-Check zuerst lesen: Dort steht, was passiert, wenn deine Annahme nicht stimmt. Lässt dich eine Gegenannahme kalt, war sie keine Annahme, sondern eine Tatsache — dann streich sie aus dem Eintrag.
  2. Die fehlenden Informationen durchgehen: Aufschieben lohnt sich nur für das, was ohne Antwort wirklich nicht zu entscheiden ist. Alles andere ist ein Grund, jetzt zu entscheiden.
  3. Die Zielwerte jetzt eintragen: Die Erfolgskriterien kommen als Vorschlag. Ohne konkrete Zahlen daneben misst der Rückblick später nichts, und dann liest sich jedes Ergebnis wie ein Erfolg.
  4. Den Eintrag dort ablegen, wo du ihn wiederfindest: Eine Seite je Entscheidung, alle im selben Ordner. Ein Journal, das an drei Orten liegt, wird nie zurückgelesen.
  5. Das Review-Datum in den Kalender setzen: Der Eintrag nennt es, aber nur ein Termin holt dich dorthin zurück. Ohne ihn ist das Journal ein Archiv statt einer Lernschleife.
  6. Am Review-Tag den Rückblick-Modus nehmen: Dieselbe Frage, Modus Rückblick — dann steht neben jeder alten Annahme, was wirklich eingetreten ist.
  7. Nach zehn Einträgen die Muster suchen: Welche Verzerrung taucht immer wieder auf, welche Art von Entscheidung schiebst du regelmäßig zu lange vor dir her.
  8. Wenn es hakt: Empfehlung klingt beliebig (Erfolgskriterien mit Zielwerten hinterlegen), Gegen-Check bleibt an der Oberfläche (bisherige Überlegungen ausführlicher eintragen), Rückblick fällt dünn aus (erwartete Ergebnisse schon im ersten Eintrag messbar formulieren).
  9. Ausbauen: Ein fester Termin am Monatsende für alle fälligen Rückblicke, ein zweites Paar Augen auf den Gegen-Check, eine Liste der Verzerrungen, die bei dir wiederkehren.