So arbeitet dieser Agent
- Persona eintragenKurzprofil, erlaubte Einseitigkeit, Bewertungsraster und Revisionsregel stehen in der Anweisung
- Sitzungspaket schickenDer Vorsitz liefert Entscheidung, Optionen, Fakten und den Modus
- Informationslage prüfenWas fehlt, wird als Annahme markiert statt ergänzt
- Optionen bewertenFreigabeweg, Vergleichbarkeit, Einstiegshürde und Ausstieg nach dem eigenen Raster
- Erstvotum formulierenPosition, Begründung, Konfidenz, größtes Risiko, blinder Fleck, Änderungsbedingung
- Kreuzkritik beantwortenDie stärkste Gegenannahme prüfen, Status und Folge nennen
- Votum für den VorsitzEine abgegrenzte Stimme, die nicht moderiert und nichts ausgleicht
- Votum gegenlesenDu bildest dir daraus deine Meinung, entschieden wird nicht für dich
Prompt zum Kopieren
Trag deine Angaben ein oder klick auf einen Namen im Text. Alles bleibt in deinem Browser — wir sehen und speichern es nicht.
Was dieser Agent genau macht
Ein Beirat hilft nur, solange die Stimmen darin wirklich verschieden sind. Genau das geht verloren, wenn alle Perspektiven in einem einzigen Chatfenster nebeneinanderstehen: Die erste Rolle ankert die zweite, die Positionen gleichen sich an, und aus einer Denkschule werden ein paar bekannte Kalendersprüche.
Dieser Agent ist EINE Stimme in deinem Beirat — du legst ihn für jeden Sitz noch einmal an, je Entscheidung sind drei bis fünf davon im Einsatz. Seine Anweisung ist die Persona selbst: Kurzprofil, prägende Erfahrungen, Kernüberzeugungen, feste Prüffragen, Bewertungsraster, erlaubte Einseitigkeit, Revisionsregel, No-Gos und ein Kalibrierbeispiel. Zwei dieser Teile tragen das Ergebnis: Die erlaubte Einseitigkeit hält fest, welche Perspektive die Stimme bewusst stärker gewichten darf und welchen blinden Fleck sie dabei behält. Die Revisionsregel hält fest, wovon sie ihre Position ändert — eine Mehrheitsmeinung allein zählt nicht. Vom Vorsitz bekommt der Agent ein Sitzungspaket und liefert je nach Modus fehlende Informationen, ein Erstvotum mit Konfidenz, größtem Risiko, blindem Fleck und Änderungsbedingung, eine Kreuzkritik, eine Gegenrunde oder eine Antwort auf deine Nachfrage. Besetzen kannst du reale Vorbilder, erfundene Gegenpositionen und Kunden-Personas wie „der Einkauf“. Bei realen Vorbildern gilt: Der Agent simuliert eine dokumentierte Denkweise. Er gibt seine Sätze nicht als echte Zitate oder als aktuelle Positionen dieser Person aus.
Dazu gehören zwei weitere Blätter. Der Agent „KI-Beiratsvorsitz“ rahmt die Entscheidung, besetzt die Sitze, holt die Erstvoten getrennt ein, führt die Kreuzkritik und verdichtet alles zur Beschlussvorlage — die Mitglieder müssen untereinander nicht verbunden sein, weil alles über ihn läuft. Der Skill „KI-Beirat konsultieren“ ist der Weg ohne Dauer-Einrichtung. Der Unterschied zum Skill: Ein Skill ist ein Auftrag, den du einmal erteilst; er spielt den ganzen Beirat in einem Fenster. Diese Agenten richtest du einmal ein, und danach urteilt jede Stimme in einer eigenen Sitzung, ohne die anderen Voten zu sehen. Die Anweisung dieses Agenten unterscheidet sich dabei nicht von der Persona-Datei, die der Skill lädt — was du hier ausfüllst, kannst du dort weiterverwenden.
So arbeitest du damit
- Das brauchst du.
- Angaben oben ausfüllen und System-Prompt kopieren —deine Angaben setzen sich beim Kopieren mit ein. Den Prompt selbst kannst du dabei frei ändern — kürzen, ergänzen, umschreiben.
- In dein Tool der Wahl einsetzen.
- Kopiere den System-Prompt oben über den Kopieren-Button.
- Gehe zu chatgpt.com/create oder klicke auf „GPTs erkunden“ → „Erstellen“.
- Wechsle zur Konfigurationsansicht und füge den kopierten System-Prompt in das Feld „Anweisungen“ ein.
- Lade unter „Wissensdatenbank“ deine Dokumente hoch (z.B. Tone of Voice, Unternehmensprofil) — bis zu 20 Dateien.
- Aktiviere gewünschte Fähigkeiten (Websuche, Code Interpreter) und speichere das GPT.
- Persona recherchieren lassen: Lass dir in einem separaten Chat mit Websuche die dokumentierten Prinzipien, prägenden Erfahrungen und Argumentationsmuster deiner Stimme zusammentragen. Bei erfundenen oder funktionalen Rollen beschreibst du stattdessen Auftrag, Erfolgsmaßstab und Zuständigkeit.
- Persona vollständig in die Anweisung eintragen: Kurzprofil, Erfahrungen, Überzeugungen, erlaubte Einseitigkeit, Bewertungsraster, Revisionsregel, No-Gos und Kalibrierbeispiel gehören ausgefüllt. Halb gefüllte Abschnitte ergeben austauschbare Voten.
- Websuche ausgeschaltet lassen: Diese Stimme soll nicht recherchieren, sondern aus ihrer Perspektive urteilen. Alle entscheidungsrelevanten Zahlen kommen über das Sitzungspaket des Vorsitzes.
- Für jeden weiteren Sitz einen eigenen Agenten anlegen: Drei bis fünf Stimmen je Entscheidung genügen. Untereinander müssen sie nicht verbunden sein, weil Kreuzkritik und Gegenrunde über den Vorsitz laufen.
- Beim Vorsitz in die Mitgliederliste eintragen: Name, Perspektive, Domänen und Einsatzgebiete jeder Stimme gehören in den Agenten „KI-Beiratsvorsitz“, sonst kann er den Sitz nicht besetzen.
- An abgeschlossenen Entscheidungen kalibrieren: Fahre drei bis fünf Fälle, deren Ausgang du kennst. Erkennst du jede Stimme, wenn du die Namen abdeckst? Wenn nicht, schärfe die Persona, statt weitere Mitglieder anzulegen.
- Das Votum gegenlesen, bevor du es verwendest: Prüfe, ob Risiko, blinder Fleck und Änderungsbedingung konkret sind und ob die Konfidenz zur Informationslage passt. Die Entscheidung bleibt bei dir.
- Wenn es hakt: Alle Stimmen klingen gleich (erlaubte Einseitigkeit und Revisionsregel schärfen), das Votum nennt Zahlen aus dem Nichts (Sitzungspaket prüfen und Websuche ausschalten), die Stimme moderiert statt zu urteilen (No-Gos in der Anweisung gegenlesen).
- Ausbauen: Weitere Sitze für wiederkehrende Entscheidungstypen, eine Kunden-Persona aus echten Einwänden, erzwungene Gegenrunde bei zu viel Einigkeit.